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29.01.20 Vortrag: ECHT ESSEN! (Hans-Ulrich Grimm)

Der Ernährungsguru Deutschlands kommt nach Bornholte!!!!!

Hans-Ulrich Grimm ist ein Journalist und Bestseller-Autor, der sich mit seinen Büchern über Fertigprodukte, Zusatzstoffe im Essen, Marketingtricks der Lebensmittelindustrie und wirklich gesunde Ernährung den Namen gemacht hat. Er betreibt auch den Online-Informationsdienst Dr. Watson Der Food Detektiv.

Einige der bekanntesten Bücher von Hans-Ulrich Grimm:

  • Die Suppe lügt. Die schöne neue Welt des Essens (1997/2014)
  • Die Wahrheit über Käpt´n Iglo und die Fruchtzwerge. Was die Industrie unseren Kindern auftischt (2006)
  • Katzen würden Mäuse kaufen (2009)
  • Der Bio-Bluff. Der Schöne Traum vom natürlichen Essen (2010)
  • Leinöl macht glücklich (2012)
  • Chemie im Essen: Lebensmittel-Zusatzstoffe. Wie sie wirken, warum sie schaden (2013)
  • Die Ernährungslüge. Wie uns die Lebensmittelindustrie um den Verstand bringt (2011)
  • Junk Food – Krank Food (2014)
  • Echtes Essen. Der Anti-Aging-Kompass: Wie wir jünger und gesünder bleiben (2019)

Mittwoch den 29.01.2020 wird er ab 19:30 im Hühnerstall über echtes Essen referieren und sich anschließend einer Diskussion stellen. 

Eintrittskarten (8 Euro) können Sie ab sofort per E-Mail reservieren.

Apfelsaft aus eigenen Äpfeln

Eigene Äpfel entsaften lassen und einen leckeren, haltbaren Saft ganz ohne Zusatzstoffe mit nach Hause nehmen? Ja! Und man muss nicht mal weit fahren! Kommt bei unserem Apfelfest vorbei. Das Warten könnt ihr euch auch beim Kaffee und Kuchen verkürzen oder nebenbei eine schöne Zeit mit den Kindern verbringen. Wir freuen uns auf euch! Weitere Infos unter „Aktionen“.

Schönen Sommer euch allen

Sommer, Sonne, Ferien? Klar. Bei uns gibt es aber immer was zu tun. Wir hegen und pflegen (und gießen!!!) den Schulgarten, führen alle möglichen Anträge aus (es lebe Fundraising), haben uns sogar in den Ferien zu einer Sommersitzung getroffen. Wir haben mit der Stadt Verl gesprochen (und überlegen jetzt, wie wir mit der Aufwertung der Feuchtwiese weiter vorgehen) und planen auch langsam die nächsten Aktionen (Herbst und Winter). So wird der Sommer nicht langweilig. Und wer doch nicht wüsste, was er mit der Zeit anfangen kann, dem empfehlen wir www.fußabdruck.de. Eine schöne (übrigens auch für Kinder gut gestaltete) Seite, an der man schauen kann, wie behutsam man selber mit der Erde umgeht. Bringt zum Nachdenken…

Warum brauchen wir Feuchtwiesen

Die Stabilität jedes Systems hängt davon ab, wie breit es gestellt ist. Das ist logisch. Wenn eine Firma nur drei Kunden beliefert oder nur fünf Produkte herstellt, ist sie nicht zukunftsfähig. Beim Wegbrechen eines Kunden oder dem Auslaufen eines Produktes können die anderen diesen Umsatzverlust nicht ausgleichen und die Firma geht pleite.

So gesehen hat sich das die Mutter Natur gut überlegt, als sie in den Millionen von Jahren so viele unterschiedliche Pflanzen und Tiere, angepasst an unterschiedliche Standorte (Lebensräume) entwickelte. Wenn eins durch eine Krankheit oder Veränderung der Lebensbedingungen ausstirbt, können das die anderen abfangen und die Natur erholt sich.

Die Stabilität des Ökosystems auf der Erde, deren Teil auch wir Menschen sind, hängt aber davon ab, dass der Natur nur so viel entnommen wird, dass sie sich noch alleine erholen kann. Das nennt man nachhaltiges Handeln. Wenn wir beispielsweise überall nur Mais anpflanzen, haben wir weniger Insekten und dadurch auch irgendwann weniger Vögel. Die Stabilität entgleist, das System wird anfälliger.

Das die Natur immer größere Probleme hat sich zu erholen, dafür gibt es genug Untersuchungen (mittlerweile schon seit 30 Jahren). Und wer mit offenen Augen durch die Gegend läuft, merkt es auch ohne die Wissenschaftler (Stichwort Insektensterben, Artenvielfalt in den Monokulturen usw.).

Jedes kleine Projekt hat so seine Daseinsberechtigung. Jeder kleine Wildblumenstreifen, jeder Kräuter- oder Gemüsegarten, jedes Vogelhäuschen, jede Feuchtwiese.

Was sind aber Feuchtwiesen? Und wozu gerade die in Bornholte?

Feuchtwiesen sind Flächen, die einen hohen Grundwassergehalt haben, der im Verlauf des Jahres stark schwankt. Manchmal sind sie an Bächen oder Flüssen angegliedert und bieten dem Wasser eine Fläche zum Ausweichen bei Überschwemmungen. Manchmal sammelt sich dort Regenwasser, weil sie ein bisschen tiefer liegen und der Boden nicht ganz durchlässig ist. Das ist auch der Fall bei der Bornholter Wiese am Schmiedestrang.

Die Feuchtwiesen sind durch ihren Standort (Wasserhaushalt, Nährstoffgehalt, Säuregrad des Bodens) ein Zuhause für seltene Tier- und Pflanzenarten. Es gibt hier Seggen, Binsen, Wiesenschaumkraut, aber auch Orchideen oder Giftpflanzen. Man findet hier neben rund 3.000 Insektenarten auch Kröten, Frösche und viele bedrohte Vogelarten (wie z.B. Kiebitze).

Die Wiese in Bornholte hat eine natürliche Mulde, in der vor allem im Frühling und nach dem Regen Wasser steht. Oft ist der Boden aber nur nass (und im Sommer trocknet er auch mal aus). Eben in diesem Feuchtbiotop leben viele speziellen Pflanzen und Tiere. Durch kleine Maßnahmen wie z.B. die Vertiefung der Mulde zu einer Blänke (anders: kleiner Tümpel) mit einer Tiefe von ca. 30 cm können sich noch mehr unterschiedliche Pflanzen- und Tierarten ansiedeln, die für Feuchtwiesen typisch sind.

Der große Vorteil der Bornholter Feuchtwiese ist ihr Standort. Natürlich ist sie biologisch wertvoll, obwohl sie nur ca. 1 Hektar groß ist. Sie liegt aber auch relativ zentral, nur ein paar Hundert Meter von der Grundschule entfernt, in direkter Nachbarschaft des Schulgartens und auf dem Weg zum Holter Wald. Durch einen Steg und Infotafeln (und evtl. auch durch umweltpädagogische Angebote) könnte man Kinder und Erwachsene für das Thema sensibilisieren. Es ist noch nicht zu spät. Und gerade deswegen würde sich die Aufwertung, die wir als Verein vorschlagen, lohnen. Eine Feuchtwiese an der Dalke in Gütersloh.

Eine Feuchtwiese im Stadtpark Gütersloh.

Eine Feuchtwiese an den Sammelteichen in Schloss Holte.

Kulinarische Fahrradtour – Eine Reportage

In den Hauptrollen:

Daniela (erste Vorsitzende des Förderkreises Stadtpark – Botanischer Garten Gütersloh e.V., aktives Mitglied im Verein Hof Diekämper)

Hadi (unser Beisitzer, ursprünglich aus dem Iran)

Fußball

9:55 Langsam kommen die Teilnehmer an. Bewusst wurde auf die Voranmeldung verzichtet, deswegen ist es spannend zu schauen, ob noch jemand außer uns kommt. Bei dem Orga-Team löst sich aber langsam die Anspannung, die Aktion scheint die Leute doch anzusprechen.

10:16 Das letzte Rad wird noch auf die Schnelle aufgepumpt, endlich können wir los. Das Wetter passt: nicht zu heiß, nicht zu kalt. Sehr angenehm.

10:31 Diesmal haben wir kein E-Bike dabei, trotzdem fahren wir in einem guten Tempo. Ute und Anja, die die Strecke vorbereitet haben, übernehmen die Führung. Es macht ja keinen Sinn, immer von hinten nach vorne zu rufen: „Nicht nach links! Nach rechts müssen wir fahren!“

10:46 Ankunft bei der ersten Station. Daniela erzählt Details zum Thema Naturschutz, Wasser und Dalke und wie die Stadt Gütersloh damit umgeht. Obwohl es für die Mitglieder kein neues Thema ist, dass die Stadt Gütersloh die Sicherheit bei solchen Anlagen anders bewertet als die Stadt Verl, trotzdem ist es etwas Anderes in der Wirklichkeit zu sehen, dass bei Blänken kein Zaun drum herum sein muss. Mitfahrende Kinder interessiert das Thema nicht wirklich. Eins spielt mit seinem Fußball, ein anderes malt Blumen am Wegesrand (und holt sich dazu fachliche Infos von Daniela).

11:30 Ein schönes Foto „in action“ auf den Fahrrädern entsteht.

11:36 Zweiter Stopp. Wir stehen direkt an der Dalke. Daniela erzählt zum Thema Regenwassermanagment, Renaturierungen und Biotopflächen. Die Kinder spielen mit dem Ball.

11:39 Der Ball landet im Bach. Eine Rettungsaktion Nr. 1 startet und wird erfolgreich abgeschlossen.

11:41 3. Station – an der Avenstrothsmühle. Daniela erzählt, dass hier der erste Strom von Gütersloh erzeugt wurde und ca. 27 Haushalte entlang der Parkstraße damit versorgt werden konnten. Auch heute noch gewinnt die Netzgesellschaft Gütersloh hier Strom.

11:44 Wir fahren weiter. Der Ball fällt vom Fahrrad und wird kurz vor dem Reinfallen in den Bach gefangen. Glück gehabt – hier ins Wasser zu steigen wäre nicht so witzig, hier ist laut Daniela viel Schlamm und das könnte unangenehm werden.

12:01 Ankunft am Park. Wir sind so was von pünktlich! Fahrräder werden abgestellt und weiter gehen wir zu Fuß.

12:10 Am Kurhaus vorbei kommen wir bei der ersten Station im Stadtpark – der großen Sichtachse –  an. Daniela erzählt wie es zur Anlage des Stadtparks kam und was die Planung mit englischen Landschaftsgärten zu tun hat. Peter Joseph Lenné und Fürst Pückler Muskau waren die wichtigsten Gartengestalter die im 18. Jahrhundert den englischen Stil in Deutschland umgesetzt haben. Wir besuchen die Renaturierung im Stadtpark, die Dalkeaue und machen ein Video von den Blänken und dem Steg (damit uns auch die Leute glauben, dass in Gütersloh die Verkehrssicherungspflicht wirklich anders gesehen wird als in Verl).

12:15 Es macht keinen Sinn die einzelnen Stationen aufzuschreiben, es werden einfach zu viele. Wir erfahren viel über die Naturschutzmaßnahmen, die der Park durchführt, gehen durch einen wunderschönen Laubengang, bewundern Beete mit Sommerblumen und Nutzpflanzen (gemischt), die Mitglieder der Arbeitsgruppe Schulgarten machen Fotos und schreiben sich Notizen (nächstes Jahr wollen wir auch Süßkartoffeln im Schulgarten!!!).

13:45 Die Führung ist zu Ende. Manche Teilnehmer fahren wieder, andere bleiben beim Picknick dabei. Es sind tolle Leckereien, die in diesem Moment auf die Picknickdecke kommen. Alle schlemmen, nur Hadi schneidet an seiner Melone herum.

13:55 Alle Teilnehmer haben sich um Hadi versammelt und schauen sich an, wie er von 2/3 der Melone die dunkele Schicht der Schale mit einem Taschenmesser abschneidet. Dann sucht er für die Melone einen sonnigen Platz.

15:00 Alle haben alles probiert, sind satt, zufrieden und begeistert. Rezepte werden ausgetauscht. Auch der Kaffee mit dunkler Schokolade statt Zucker kommt gut an. Die Kinder gehen Fußball spielen.

15:05 Hadi schneidet die Melone auf. Durch das Abschneiden der grünen Schicht und die Zeit auf der Sonne ist sie eiskalt geworden. Dieser Tipp ist genial, finden alle.

15:15 Hadi schließt sich den Kindern an. Er spielt barfuß und leider nicht lange. Durch einen kräftigen Schuss landet der Ball kurz unter der Spitze einer 20 Meter großen Eiche. Alle lachen so lange, bis klar wird, dass der Ball nicht von alleine runter kommt. Die nächste halbe Stunde versucht Hadi, ihn mit Stöcken runter zu holen. Sein Einsatz (und seine sportlichen Fähigkeiten allgemein) ist bewundernswert, leider wird er nicht von Erfolg gekrönt.

15:45 Rettungsaktion des Balles Nr. 3 wird abgebrochen, es macht keinen Sinn. Daniela wird verständigt, sie soll am nächsten Morgen nachschauen, ob der Ball inzwischen durch den Wind runter gekommen ist. Wir fahren zurück.

17:30 Abschied von allen Teilnehmern. Danke an Daniela für die Führung, danke an Ute und Anja für die Strecke und danke an alle, die dabei waren (und natürlich an alle, die was Leckeres mitbrachten). Es war total nett mit euch!

PS: Der Ball hängt immer noch auf dem Baum. Aber wir sind voller Hoffnung, bald kommt das nächste Gewitter….

Ein Foto von unterwegs.
Die große Sichtachse im Stadtpark.
Kirschen pflücken auf der Streuobstwiese.
Feuchtwiese mit einer Blänke in direkter Nachbarschaft der Dalke. Stadtpark Gütersloh.
Picknick.
Das Ende eines Fußballspiels: Der Fußball landet auf einer Eiche.
Einer der vielen Versuche, den Ball von der Eiche runter zu holen. Vergeblich… Er hängt immer noch dort!