Verler Frühstück, Cityfest, Schulgarten, Erntefest und Apfelpressen – Langeweile sieht anders aus:-)))

Ereignisreiche Monate haben wir hinter uns. Beim Verler Frühstück im Mai haben wir auf der Paderborner Straße Blechkuchen in unserem Holzbackofen gebacken und als Werbung für unseren Verein Samenplättchen verschenkt (als eine „Kleine Wiese für zu Hause“). Es gab auch viele interessante Gespräche.

Im Juni haben wir beim Cityfest des Bürgervereins Spargelnudeln und Erdbeerbowle verkauft. Beides kam wieder sehr gut an.

Auch in diesem Jahr sind die Kinder der Bornholter Grundschule regelmäßig in den Schulgarten gekommen, um dort mit Christiane, Iva, Jutta und Marion Sachunterricht zu haben und etwas über den Anbau des Bio- Gemüses, den natürlichen Kreislauf und über die Umwelt und Natur im Allgemeinen zu lernen. Die Arbeitsgruppe Schulgarten (bestehend aus den Mitgliedern der Vereine Hof Diekämper e.V. und des Bürgervereins) traf sich dann zusätzlich fast jede Woche, um den Garten zu hegen und zu pflegen und jeden zweiten Tag auch zu gießen. Dieses Jahr wurde auch das gespendete Gewächshaus aufgestellt und bepflanzt (die Tomatenernte war überragend!).

Das Erntefest feierten wir am 9. September 2022 mit fast 80 Personen – mit der Klassenlehrerin der mittlerweile 4c, mit den Kindern und ihren Familien und mit allen Helfer*innen. Auch die neue Schulleiterin des Grundschulverbundes Kaunitz-Bornholte kam vorbei. Es gab Zucchini-Suppe, eine gelbe und eine rote Tomatensuppe, Folienkartoffeln mit Kräuterquark, Blätterteigtaschen mit Mangold und Schafskäse, Stockbrot, Rote Beete Brownies, Zucchini-Schoko-Muffins und Rohkost. Wir haben viele interessante Gespräche geführt, es gab eine Schulgartenführung und eine Fotopräsentation.

Der Apfelpresstag am 17.9.22 wurde zum großen Erfolg. Schon die Tage vorher haben wir mit unserem Verein Verler Gärten und private Streuobstwiesen besucht und gespendete Äpfel gesammelt. Der Samstag war dann komplett ausgebucht. Von 8:30 bis 17:00 kamen Menschen mit ihren Äpfeln, davor und danach haben wir als Verein die gespendeten Äpfel pressen lassen. Nebenbei gab es Kaffee, Kuchen und Snacks in unserer Regie, der Trester musste weggebracht werden, es gab auch viele Gespräche und auch ein paar Führungen auf der Wiese und im Schulgarten.

Und direkt nach den Herbstferien geht es weiter😊

Auftakt auf der Feuchtwiese

Zum Meilenstein wurde für den Verein Hof Diekämper – natürlich leben und lernen e.V. der Sonntag, der 15. Mai 2022. Um 15 Uhr trafen sich an der Bornholter Feuchtwiese die Mitglieder des Vereins, Nachbarn und interessierte Bürger aus Bornholte und breiterer Umgebung, um beim Auftakt auf der Feuchtwiese dabei zu sein.

Der Auftakt zur Aufwertung der Feuchtwiese an dem Parkplatz vom Gemeindehaus Hühnerstall wurde sorgfältig geplant. Zuerst wurde an der Straße Schmiedestrang eine Infotafel aufgestellt, auf der das Projekt und der Verein vorgestellt werden. Die Begrüßung und die Informationen über den Verein und sein weiteres Vorgehen übernahmen die erste Vorsitzende des Vereins Iva Potrebova und Landschaftsplanerin Daniela Toman, die Tafel enthüllten Iva Potrebova und die zweite Vorsitzende Marion Nacke. Danach gab es eine Führung durch den Schulgarten von Christiane Appl, die im Vorstand des Bürgervereins Bornholte Bahnhof e.V. ist und gemeinsam mit Frau Potrebova die Arbeitsgruppe Schulgarten leitet. Anschließend gab es Kaffee und selbstgebackenen Kuchen aus dem Holzbackofen. Landschaftsplanerin Daniela Toman beantwortete alle fachlichen Fragen. Der Verein ist mit der zweistündigen Aktion zufrieden. Es gab viele interessante Gespräche und es nahmen ca. 40 Gäste teil.

Welttag der Feuchtgebiete am 2. Februar 2022

Feuchtwiese? Was ist das??? Fragen wir doch mal Daniela Toman, Dipl.-Ing. Landschaftarchitektur, die die Aufwertung der Feuchtwiese in Verl-Bornholte geplant hat.

Was ist eine Feuchtwiese?
Eine Feuchtwiese ist eine nährstoffarme Wiese, auf der der Grundwasserspiegel so hoch ist, dass sie zeitweise überschwemmt ist. Dadurch wächst hier vor allem Flora, die auf diese Lebensbedingungen angepasst ist: Gräser, krautige Pflanzen, Binsen und Seggen. Feuchtwiesen sind meistens durch den Menschen entstanden und dienten zur Herstellung von Streu und Futter für Nutztiere. Sie müssen deshalb auch heute regelmäßig bewirtschaftet werden, da sonst die Flächen auf Dauer verbuschen würden. Oftmals werden dafür Schafe auf die Flächen gelassen oder der Aufwuchs ein- bis zweimal im Jahr abgemäht und das Mähgut entfernt. Dadurch werden die Nährstoffe aus der Fläche herausgezogen und die Artenvielfalt im Bereich Flora und Fauna steigt.
Warum sind Feuchtwiesen wichtig?
Feuchtwiesen sind wichtig, da es sich in der Regel um sehr artenreiche Biotope handelt. Sie dienen als Rückzugsort für bestimmte Pflanzen und Tiere, die auf feuchte Wiesen spezialisiert sind. Auf den eher trockenen landwirtschaftlichen intensiv genutzten Flächen, auf den Pestizide und Dünger eingesetzt werden, können sie nicht leben.
Warum will der Verein gerade diese Feuchtwiese aufwerten?
Der Verein Hof Diekämper möchte die Wiese zu einem außerschulischen Lernort verwandeln. Die Besucher lernen etwas über diesen Biotop, über die Zusammenhänge in einer Feuchtwiese und können alles hautnah erleben. Gleichzeitig trägt die Entwicklung der Feuchtwiese zur Aufwertung des Ortsteils Bornholte bei.

Bornholter Schulkinder pflanzten Obstbäume

Neun Bornholter Kinder trafen sich am Wochenende auf dem Grundstück der Schäferei Flötotto in Verl – Sende, um auf einer vorhandenen Streuobstwiese weitere Obstbäume zu pflanzen bzw. beschädigte zu ersetzen. Dabei lernten die Kinder viel über das Pflanzen von Obstbäumen, über die Funktion von Streuobstwiesen und wie wichtig es ist, diese zu erhalten und darüber, was alte Sorten sind.

Die Schäferei Flötotto ist ein zertifizierter Bioland Betrieb direkt in der Nähe vom Verler Ölbach zwischen Bornholte und Sende. Der Großteil der Weideflächen des Betriebs sind Naturschutzflächen, die aufgrund der extensiven Nutzung zu einem arten- und blütenreichen Grünland geworden sind. Zum Hof gehört auch eine Streuobstwiese, die als Weide für die Tiere dient und deren Bestand mithilfe der Kinder am Wochenende vergrößert wurde.

Die Kinder wurden von dem Schäfer Georg Flötotto und von Meike Prehm von der Bioland Stiftung, die die Bäume gefördert hat, begrüßt. Zunächst erfuhren sie einiges über die Bedeutung von Streuobstwiesen und was beim Pflanzen der jungen Bäume zu beachten ist. Meike Prehm erklärte auch, welche Obstsorten gewählt wurden; dass gerade diese in dem sandigen Boden gut gedeihen können und wie die Neupflanzungen vor Verbiss von Schafen, Wühlmäusen und vor Wind geschützt werden. Herr Flötotto ergänzte, dass seine aus Schafwolle hergestellten Schafwollpellets als Dünger für die Bäume genutzt werden.

Ausgerüstet mit Spaten, Schaufeln, Handschuhen, Pflanztaschen, Kokosschnüren und Bissschutz machten sich die Kinder mit viel Spaß und Eifer an die Arbeit, hoben die Pflanzlöcher aus, packten die Wurzeln in die Wühlmaussicheren Drahttaschen, errichteten aus den Grassoden einen Gießrand und stabilisierten die Jungbäume mit Pfosten und Strick. Nachdem der Bissschutz angebracht war, wurden die Neupflanzungen noch angegossen und anschließend begutachteten die Kinder mit Stolz die verrichtete Arbeit.

Trotz des kalten Wetters blieb noch genug Zeit zum Kuchen essen, zum warmen Apfelsaftpunsch trinken und um ein Spiel zum Thema Tiere auf der Streuobstweise zu spielen.

„Es war eine sehr gelungene Aktion, auch wir haben viele wertvolle Tipps bekommen,“ sagte Iva Potrebova von der Arbeitsgruppe Schulgarten Bornholte, die die Aktion mitorganisiert und unterstützt hatte. „Die Kinder waren absolut klasse, haben die ganze Zeit richtig gut mitgemacht und sehr viel gelacht“.

„Ich bin sehr angetan davon, wie gut alles geklappt hat, dass alle so gut und gewissenhaft gearbeitet haben und auch so viel Spaß hatten. Ich bin mit dem Tag rundum zufrieden“, ergänzte Georg Flötotto.

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Die Aufwertung der Feuchtwiese kann starten

Bornholte kann jetzt schöner werden, der Pachtvertrag ist abgeschlossen!

Die Idee, die Feuchtwiese am Schmiedestrang zwischen dem Bürgerhaus Hühnerstall und der Straße am Hang, in direkter Nachbarschaft des Bornholter Schulgartens aufzuwerten gibt es schon seit 2015, sie ist eins der Grundsteine des Vereins. Das Projekt wurde detailliert ausgearbeitet und mit der Stadt Verl abgestimmt, die Unterschriften wurden von den beiden Vorsitzenden, Iva Potrebova und Marion Nacke und von dem Bürgermeister der Stadt Verl Michael Esken und dem Ersten Beigeordneten Heribert Schönauer getätigt.

Der Verein Hof Diekämper – natürlich leben und lernen e.V. möchte in den nächsten Jahren die Feuchtwiese, die knapp 8400 qm groß ist und relativ zentral im Ortsteil liegt, nach und nach aufwerten. Geplant ist eine maximal 30 cm tiefe Blänke, in der sich Wasser sammeln kann, die aber auch mal austrocknet. Des Weiteren sollen ein Holzsteg, ein Barfußpfad und eine kleine Streuobstwiese entstehen und Bänke, Holzplattform und mehrere Infotafeln aufgestellt werden.

„Als erstes wird das Thema Marketing angegangen“, sagt Marion Nacke, 2. Vorsitzende des Vereins. „Geplant ist u.a. das Aufstellen einer Infotafel, um die breite Öffentlichkeit auf das Projekt aufmerksam zu machen. Nächstes Jahr würden wir gerne u.a. die Blänke erstellen. Wie schnell wir weiterkommen, hängt von den Finanzen ab und natürlich auch daran, wie wir die Öffentlichkeit mit unserem Projekt ansprechen. Wir planen mehrere Aktionstage, bei den wir kräftig mit anpacken und bei denen auch interessierte Bürgerinnen und Bürger aktiv helfen können, die vielleicht Lust haben, ein sinnvolles Projekt zu unterstützen“.

„Die Finanzierung des Projektes soll aus mehreren Bausteinen zusammengesetzt werden“, ergänzt Iva Potrebova, 1. Vorsitzende des Vereins. „Der Verein möchte Sponsoren ansprechen, sowohl wegen finanzieller als auch materieller Unterstützung. Es sollen Fördergelder beantragt werden, – hierbei hat die Stadt ihre Unterstützung zugesichert. Natürlich werden auch eigene Kräfte und Eigenmittel genutzt, die der Verein unter anderem aus dem Verkauf vom Apfelsaft und Flammkuchen einnimmt. Es hat ein bisschen gedauert, aber wir haben mit der Stadt gute Gespräche geführt und sind jetzt glücklich, dass wir starten dürfen. Wir vom Vorstand freuen uns sehr darauf, Bornholte schöner und attraktiver zu machen. Es ist ein gutes Projekt, ökologisch und umweltpädagogisch wertvoll und in Verl einzigartig.“

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Markt der Möglichkeiten in Verl

Verler Vereine präsentieren sich am Sonntag den 03.10.2021 von 11 bis 17 Uhr an der Gesamtschule Verl und WIR SIND DABEI mit Flammkuchen und frischem Apfelsaft! Kommt vorbei, wir freuen uns auf interessante Gespräche!

 

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Die Schulgarten-Saison 2021

Am Mittwoch den 25.08. und am Freitag den 10.9. haben die Kinder der vierten Klasse der Grundschule Kaunitz-Bornholte, Standort Bornholte die letzten Unterrichtsstunden im Schulgarten Bornholte verbracht. Auf dem Programm standen hauptsächlich die Ernte und die Vorbereitung des Erntefestes.

Auch dieses Jahr wurde das Projekt Schulgarten durch die Corona-Pandemie beeinflusst. Den ersten Termin nahmen die Kinder noch im Lockdown wahr und säten ihre Sonnenblumen im Distanzunterricht. Es war für sie eine willkommene Abwechslung – sie haben über das Wachstum ihrer Blumen begeistert berichtet.

Zum Glück durften weitere Termine direkt im Schulgarten stattfinden. Der erste noch in kleineren Gruppen und aufgeteilt auf zwei Tage, da die Klasse im Wechselunterricht war, die anderen fünf schon mit allen Kindern.

Auf diese Art und Weise haben die jetzigen Viertklässler Vieles über den Gemüseanbau erfahren, indem sie gesät, gepflanzt, gejätet und gegossen haben. Nebenbei lernten sie auch die Lebensräume Garten und Wiese kennen, beobachteten Tiere, probierten unterschiedliche Kräuter und frische Gemüsesorten, Kräutertee- und Honigsorten. So lernten sie, die Natur und die Umwelt zu schätzen und zu schützen.

Es wurde auf biologische Anbauweise und auf Fruchtwechsel geachtet, auf einem großen Beet wurde auch sogenannte Permakultur ausprobiert, also Anbau von mehreren Gemüsesorten, die dicht aneinander wachsen und sich gegenseitig unterstützen, sowohl im Wachstum, als auch in Bekämpfung von Schädlingen. Obwohl der Ertrag in diesem Gartenjahr aufgrund des Wetters nicht so groß war, trotzdem bekamen die Kinder immer wieder Gemüse und Salat mit nach Hause. Angebaut wurden dieses Jahr neben Sonnenblumen auch Kartoffeln, Topinambur, Bohnen, Erbsen, Mangold, Zucchini, Kürbisse, Tomaten, Paprika, Mais, Lauchzwiebeln, Salat und verschiedene Kräuter.

Kräftig unterstützt wurden die Kinder bei der Schulgartenpflege von der Arbeitsgruppe Schulgarten (bestehend aus Mitgliedern der Vereine Hof Diekämper und Bürgerverein), geleitet von Christiane Appl, Iva Potrebova und Ute Jurgeleit-Rohde. Unter den immer aktuellen Hygienebedingungen trafen sie sich in der Saison 2-4x im Monat und haben die Beete vorbereitet, gesät, Pflanzen vorgezogen, Rasen gemäht, gegossen etc.

Das Schulgarten Team ist glücklich, dass in diesem Jahr zwei große Projekte angestoßen werden konnten. So erhielt der Schulgarten als Spende zwei Wassertanks, um Regenwasser sammeln zu können. Zusätzlich verschenkte eine Bornholter Familie ihr Gewächshaus an den Schulgarten. Dafür bedankt sich das Schulagrten Team sehr, ebenso wie für die tatkräftige Hilfe eines Bornholter Fachmannes, der die Aufbauarbeiten des Gewächshauses mit verwirklicht hat. Auf seinen festen Platz kam das Gewächshaus während einer größeren Aktion im Schulgarten am 4.9. Um es in diesem Winter vor Schnne- oder Sturmschäden zu schützen, wird das Glas erst im Frühjahr eingesetzt.

Am Freitag den 10.9. fand dann von 16 bis 18 Uhr das Erntefest statt. Die Kinder, deren Familien, die Klassenlehrerin Frau Kampfwirth und alle Helfer trafen sich, um das Gartenjahr gemeinsam ausklingen zu lassen. Es gab ein vegetarisches, selbstgemachtes Bio-Essen vor allem aus eigenem Anbau: Folienkartoffeln mit Kräuterquark, Kürbissuppe, Linsensuppe, Zucchinimuffins und ein Reisgericht mit Joghurt.

Die Tische wurden mit frischen Schnittblumen aus dem Garten dekoriert und die Kinder durften Stockbrot backen. Es haben knapp 60 Personen teilgenommen.

„Es war ein gelungenes Schulgartenjahr. Die Kinder hatten viel Spaß am Arbeiten und am Ernten, und haben viel Neues erfahren. Auch für uns war es eine große Freude, mit den Kindern im Garten zu sein und mit ihnen in der etwas anderen Atmosphäre „Schule zu machen“ als im normalen Klassenzimmer“, resümieren Christiane Appl, Iva Potrebova und Ute Jurgeleit-Rohde.